Marktleitung & Marktordnung

 

Marktmeisterei: Büdingen, Oberhof/Pferdestall

Samstag, 08. Juli 2017, von 10.00 – 22.00 Uhr (bis letzten Programmpunkt)
Sonntag, 09. Juli 2017, von 10.00 – Ende

Ansprechpartner:
Frau Uta Pfeifer, Tel.: 0172/6884990
Frau Nadja Leitner, Tel.: 06042/884128
Frau Alexandra Grunow, Tel.: 06042/884102

Unter anderem für: Helferausweise, Programmkoordination, Stadtpläne, Lagerplätze der Gruppen, Standplätze, Parkplätze, Quellen für Watt und Volt, Wasserstellen u.v.m.

 

Hauptkasse/Finanzen: Uraltes Rathaus, Rathausgasse 2

Samstag, 08. Juli 2017 von 11.30 – 22.00 Uhr
Sonntag 09. Juli 2017 von 09.30 – 19.00 Uhr

Ansprechpartner:
Herr Scheller, Tel.: 0175/9520771
Herr Methfessel, Tel.: 0162/8129581.
Herr Gömmer, Tel.:0170/5369213

 

Marktordnung

Mittelalterfest 2017
Jahrmärkte, Kunsthandwerkermärkte, Flohmärkte und Stadtfeste gibt es in Hülle und Fülle. Um das Mittelalterfest zu etwas Besonderem zu machen, das es eben nicht jederzeit auch woanders so gibt, bemühen sich alle Beteiligten redlich, es so „authentisch“ wie nur möglich abzuhalten. Damit das bei aller Mühe auch wirklich klappt, sind einige kleine Regeln unvermeidlich.

Im Vorfeld - Auf- und Abbau der Stände
Der Aufbau bzw. der Bezug der Stände ist ab Freitag, dem 07. Juli 2017, 13.00 Uhr möglich. Der Aufbau und Bezug der Stände inklusive Dekoration muss am Samstag, dem 08. Juli 2017, bis 11.00 Uhr abgeschlossen sein.
Beim Umgang und bei Arbeiten mit offenem Feuer (nur in Feuerschalen oder Körben zulässig) und bei der Zubereitung von warmen Speisen ist ein entsprechend geprüfter Feuerlöscher (mind. 6 kg ABC-Pulverlöscher oder 5 kg Kohlendioxidlöscher) mitzubringen und am Stand zu deponieren. Es ist nur eine Gasflasche zulässig. Reserveflaschen (Druckgasflaschen mit Flüssiggas) oder leere Druckgasflaschen (Flüssiggas) dürfen nicht im Stand bereitgestellt, aufbewahrt oder gelagert werden.

Neumodisch stinkende Kutschen
Kraftfahrzeuge jeglicher Art gehören nicht ins Bild einer mittelalterlichen Stadt. Daher sind sie am Samstag bis spätestens 11.00 Uhr und Sonntag bis spätestens 09.30 Uhr auf die ausgewiesenen Parkplätze zu fahren.
Frühestens nach dem offiziellen Ende des Markttages (also am Samstag ab 24.00 Uhr und am Sonntag ab 19.00 Uhr) dürfen sie den Marktplatzbereich wieder befahren.

Der Markt - Dekoration
Sämtliche Mitwirkende, seien sie nun Vertreter des Handwerkes oder des Handels, sind für die mittelalterliche Ausgestaltung, Dekoration und Beleuchtung ihres Standes selbst verantwortlich. Kunststoffe, wie auch neumodische Errungenschaften der Technik, gehören hier nicht her. Sofern sie sich denn wirklich nicht vermeiden lassen, sind sie so mittelalterlich wie möglich zu verkleiden, bis sie förmlich „unsichtbar“ geworden sind. Das Publikum möchte gerne glauben, ins Mittelalter gereist zu sein. Helfen wir Ihnen dabei. Beispielsweise lässt sich die lieb gewordene Geldkassette aus Edelstahl sehr praktisch durch eine kleine Holzkiste ersetzen oder unter einem Brettchen verstecken, wo niemand sie mehr sieht.
Auch die abendliche Beleuchtung der Stände (z.B. durch windgeschützte Kerzen, getöpferte Petroleumfackeln für wenig Geld) erlaubt viel Phantasie. Elektrisches Licht ist nämlich ausdrücklich untersagt. Für die Versorgung mit Speis und Trank gilt zusätzlich noch, dass selbstverständlich weder Einweggeschirr noch Büchsen oder Glasflaschen herausgegeben werden dürfen.
Alle Mitwirkenden können sich nach Ihrer Ankunft bei der Lagerleitung des Mittelaltervereins (Lohsteg) melden. Dort werden ausgegeben:

Gewandung
Ebenso, wie sämtliche Stände liebevoll dekoriert werden, um „mittelalterlich“ anzumuten, ist auch die Kleidung dem Anlass anzupassen. Daher heißt sie auch nicht mehr „Kleid“ und „Anzug“, sondern „Gewandung“. Für die Handwerkstreibenden bedeutet dies, dass sie ihr Gewerk in traditioneller Tracht/Kluft und so mittelalterlich wie möglich vorführen, für alle anderen, sich ebenfalls zeitgemäß zu zeigen.
Modern sein bedeutet also mittelalterlich zu sein: Jeans und Turnschuhe waren noch nicht erfunden. Armbanduhren übrigens auch nicht (aber die lassen sich ja irgendwo heimlich verstecken). Schwieriger wird es bei Brillen. Eigentlich hatte ja nicht einmal jedes Kloster eine.
Für jene, die an solchen Festen seltener teilnehmen, ergibt sich bei aller Phantasie und Mühe oft das leidige Problem der Fußbekleidung: Holzlatschen, Schnabelschuhe, Trippen und anderes mehr werden eben nur selten feilgeboten. Hier hilft manchmal der Blick in den Schuhschrank. Die alten Sandalen bzw. Espandrillos fallen bestimmt weniger auf, als die hochglanzpolierten Schuhe.
Es sei an dieser Stelle mahnend darauf hingewiesen, dass die Marktverwaltung auf mittelalterliche Gestaltung (Dekoration und Gewandung) gesteigerten Wert legt und sich bei offensichtlichen Verstößen von ihrer humorlosen Seite zeigen könnte. Im Ernstfall kann dies Folgendes bedeuten: Aberkennung des Standrechts für das Fest bei Einbehaltung des gesamten Standgeldes, zwei Stunden Zeit zum Einpacken und Abreisen, unter Umständen sogar Konventionalstrafe. Es bleibt dem jeweiligen Teilnehmer natürlich vorbehalten, den Nachweis des geringeren Schadens zu führen.

Rauchkraut
Der Tabak wurde zwar von den Spaniern nach Europa gebracht, aber erst, nachdem Amerika entdeckt wurde. Ergo kann man ihn im Mittelalter noch gar nicht kennen. Wer nicht darauf verzichten mag, rauche also bitte nur heimlich – Danke!

Eine kleine Anmerkung zur Redeweise
Es wäre zuviel verlangt, wenn auf einem mittelalterlichen Feste alle Mitwirkenden mittelhochdeutsch sprechen sollten. Außerdem würde niemand sie verstehen. Aber es kann nicht schaden, wenn wir in der Anrede „Ihr“ und „Euch“ sagen. Und wenn wir beim Geschäftemachen nicht „Euro“, sondern „Silberlinge“ verlangen, und auch „Falt-Thaler“ nicht verschmähen, ist das Publikum meist tief gerührt. Wer mag, kann sich auch den einen oder anderen Satz aus etwas „angestaubten“ Worten zum ständigen Gebrauch zulegen, wie etwa: „Hier erschauet Ihr ehrlicher Hände Werk“ oder „Hierfür habt Ihr nur ein Geringeres zu berappen: Es komm Euch nur fünf Silberlinge zu stehen“ oder „Möge diese Labsal Eurem Gaumen wohl behagen“ oder, oder, oder ...

Nach dem Markt - Der Abbau
Wenn das Mittelalterfest am Sonntagabend zu Ende ist, beginnen naturgemäß das Einräumen und der Abbau. Aus gegebenem Anlass wird hier darauf hingewiesen, dass das „Stand dicht machen“, also Einräumen und Wegpacken erst nach 19.00 Uhr sein darf.
Unsere Gäste hatten einen Ausflug in eine andere Zeit unternommen, und sie möchten das Erlebte ruhig ausklingen lassen. Gönnen wir ihnen das Vergnügen. Wegen ihnen sind wir ja schließlich hergekommen. Eine halbe Stunde nach Ende sollten die meisten von ihnen gegangen sein. Daher dürfen ab dann auch wieder Kraftwagen den Platz befahren.
Die Marktverwaltung haftet nicht für Ausfall oder Störung des Festes infolge höherer Gewalt oder behördlicher Anordnung.

Das letzte Wort
Hiermit soll´s genug sein mit den Ermahnungen. Wir wünschen Ihnen eine gute Anreise, uns allen einen angenehmen Verlauf des Mittelalterfestes sowie gutes Gelingen und schönes Wetter.